
“Blood Circuit”: Digital Resistance Infrastructure
4x 3D Druck mit Silikon überzogen, Wollfäden, Esp32
Die Arbeit besteht aus vier Skulpturen aus Silikon, eingefärbt mit rotem Pigment und bestickt mit roten Fäden – Referenzen an Körper, Blut, Widerstand und weibliche Kraft. Jede Skulptur ist mit einem Mikrocontroller ausgestattet, der sich mit dem Internet verbindet und automatisch Beiträge indigener Aktivist:innen liked, repostet und in eine Telegram-Gruppe weiterleitet.
Die Skulpturen agieren als autonome, digitale Aktivistinnen – sie greifen in soziale Netzwerke ein und verstärken marginalisierte Stimmen, ohne Pause, ohne Kompromiss. Sie stehen für eine Praxis der radikalen Sichtbarmachung und digitalen Solidarität. In einer Zeit, in der indigene Kämpfe oft ignoriert oder zum Symbol degradiert werden, antworten diese Objekte mit Handlung statt Repräsentation.
Die rote Farbe verweist auf den Kampf, auf das Verletzliche, aber auch auf das Lebendige. Die Fäden stehen für Verbindung, für kollektiven Zusammenhalt, für Netzwerke des Widerstands.
Diese Arbeit versteht Technologie nicht als neutral, sondern als politisches Werkzeug – sie setzt Automatisierung gegen Unterdrückung ein und fordert dazu auf, Verantwortung nicht nur individuell, sondern auch strukturell und technologisch zu denken.

